Auf dem Weg zur fahrradfreundlichen Stadt

Kreisverband Aktuelles Pressemitteilung

Gemeinsame Pressemitteilung von ADFC Passau und VCD Kreisverband Passau-Freyung/Grafenau zur geplanten Aufnahme Passaus in die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern e.V. (AGFK).

ADFC und VCD sind hocherfreut, dass Passau fahrradfreundlich werden will. "Wir gratulieren der Stadt zu der in Aussicht gestellten Auszeichnung. Wir werden sie auf dem Weg zur fahrradfreundlichen Stadt weiter konstruktiv begleiten und tatkräftig unterstützen", bekräftigt Holger Farr, der Vorsitzende des ADFC Passau.

Mit dem neuen Radverkehrskonzept liegt eine gute Grundlage dazu vor. Dass die Stadt die Planungen zum Tunnel durch den Georgsberg wieder aufgenommen hat, ist ein positives Zeichen. Die Absicht, das größte Hindernis für Fußgänger und den Radverkehr in Passau und eine erwiesene Gefahrenquelle zu beseitigen, belegt die Ernsthaftigkeit des Vorhabens.

Die Bereisung durch die Kommission der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern hat eine Liste von Defiziten aufgezeigt, die es aufzuarbeiten gilt. "Vor allem muss mehr Verbindlichkeit hinein: Ein ambitionierter Zeitplan für die Umsetzung des Radverkehrskonzepts ist aufzustellen. Es darf nicht so werden, wie beim vorherigen Plan, der 21 Jahre nahezu unberührt in der Schublade gelegen hat", ergänzt der stellvertretende Vorsitzende des VCD Passau, Boris Burkert. Wichtig war der Kommission, dass sich die Stadt ein konkretes Ziel setzt, um wie viel der Anteil des Radverkehrs gesteigert werden soll. Auch beim Winterdienst und der Reinigung von Radwegen muss sie besser werden. Sie soll Winterdienstpläne aufstellen, veröffentlichen und einhalten, damit die Radfahrer zuverlässig wissen, welche Wege sie im Winter gefahrlos befahren können.

Das Image des Radfahrens und die Öffentlichkeitsarbeit müssen gestärkt werden. Die Stadt sollte daran arbeiten, dass Vorurteile abgebaut werden. Holger Farr: "Radfahren muss endlich objektiv dargestellt werden: Es ist eine unentbehrliche Art der Mobilität, die Allen Vorteile bringt: mehr Platz, weniger Stau, bessere Luft, weniger Lärm, weniger Gefahren und weniger Unfälle. Wer Rad fährt, lebt gesünder. Dann steigen auch mehr Menschen auf's Fahrrad und das ist das Ziel."

Eine pdf-Version der Pressemitteilung kann hier heruntergeladen werden.

 

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