Carossaweg
Eine Spur durch Landschaft, Erinnerung und Heimat
Der 38 Kilometer lange Rad- und Wanderweg ist als in sich geschlossenes Projekt konzipiert. Er verbindet Landschaft, kulturelles Gedächtnis und regionale Identität in besonderer Dichte.
Der Weg verläuft rechts der Donau und führt über markante Stationen mit einem erzählerischen Bogen durch die Kulturlandschaft des Passauer Landes. Der Carossaweg versteht sich nicht als reine Verbindung von Orten, sondern als Einladung zur bewussten, entschleunigten Wahrnehmung einer Landschaft, die Geschichte in sich trägt.
Der Weg ist mittelschwer, gut 38 km lang und es sind etwa 500 Höhenmeter im Anstieg zu bewältigen. Die Route verläuft zum Teil auf geschotterten Forstwegen und ist nicht für Rennräder geeignet.
Im Zentrum steht die Einheit von Natur, Kultur und gelebter Herkunft.
Der Carossaweg folgt den Spuren des Dichters Hans Carossa und erschließt zugleich eine Landschaft, die über das Biografische hinausweist: vom Kloster Schweiklberg über das stille Gefüge des Wolfachtals bis hin zur Donau und weiter nach Passau.
Hans Carossa erlangte bereits zu Lebzeiten große internationale Anerkennung und wurde mehrfach für den Literaturnobelpreis vorgeschlagen. Besonders im japanischen Kulturraum fand sein Werk nachhaltige Resonanz. Sein literarisches Schaffen findet auch heute noch über nationale Grenzen hinaus Beachtung. Vor diesem Hintergrund besitzt das Projekt Carossaweg auch eine internationale kulturelle Anschlussfähigkeit.
Natur und Kulturraum
Besondere Bedeutung kommt den sensiblen Natur- und Kulturräumen zu – insbesondere dem Schweiklberger Klosterwald, dem Marterberger Holz sowie weiteren ökologisch wertvollen Landschaftsbereichen. Heimat wird hier nicht als abstrakter Begriff verstanden, sondern als konkret erfahrbarer und schutzbedürftiger Raum.
Der Carossaweg versteht sich als Bürgerprojekt von besonderer Qualität. Er ist ein Beitrag zur 1250-Jahr-Feier der Stadt sowie zum 70. Todestag Hans Carossas im Jahr 2026. Zwischen Erinnerung und Gegenwart entsteht eine Form begehbarer Kultur, die verbindet und zur Bewahrung regionaler Landschafts- und Identitätsräume beiträgt.
Downloads
- Übersichtskarte mit den wichtigsten Stationen & Highlights
- Kloster Schweiklberg
- Carossa-Pavillon an der Vils

- Wolfachtal/Zeitlarn
- Georgseiche/Marterberg: ökologisch wertvoller Klosterwald

- Friedhof Sandbach: Grab von Carossas erster Frau Valerie und Sohn

- Seestetten/Lenzengütl: Carossas Wohn- und Arbeitsort
- Laufenbachtal: Amalienstein & Bankerl zum Verweilen

- Alte Poststraße & Rittsteiger Wald: Historische Wege, dichter Wald
- Rittsteig/Carossa-Villa: Letzter Wohn- und Arbeitsort
- Friedhof Heining: Familiengrabstätte Carossa

- Passau/Europabibliothek: Carossa-Arbeitszimmer

- Passau/Theresienstraße 19: Denkmalgeschütztes Carossa-Haus
- Passau/Stephansdom, Residenzplatz: Mahnmal gegen Missbrauch


